Medienberichte

hier entstehen einige kritische Seiten zum Thema Deutsche Autobahn A98 über das Fullerfeld

aus Medien, Berichten, Vorstellungen, Einsendungen von Lesern etc.

Auch Kommentare etc sind gerne willkommen und werden hier veröffentlicht.

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Besten Dank

  

           

Datum Artikel aus.. Titel
27.04.2005 Initiative Bürgerinitiative Basistunnel statt Bergtrassesiehe auch "Aktuelles" mit link zur Homepage
30.12.2004 Alb Bote Bürgerinitiative mit Ja zur Bergtrasse - siehe auch "Aktuelles" mit link zur Homepage
20.11.2004 Alb Bote Gemeinsame Anträge
19.11.2004 Alb Bote Variante Fuller Feld gestorben

00.09.2004

Initiative

Text Seite 1  -  Basistunnel statt Bergtrasse - und auch hier ganz vernünftig ohne Fullerfeld

Text Seite 2  -  Bilder können mit eigenem Bildbrowser verändert werden!

21.01.2004 Gemeinde Machbarkeitsstudie
24.01.2004 Botschaft Pressebericht vom Informationsabend über Machbarkeitsstudie
23.01.2004 Aargauer Zeitung Pressebericht vom Informationsabend über Machbarkeitsstudie
15.12.2003 Gemeinde Sonderinfo der gemeinde Full-Reuenthal
07.11.2003 Michael Hunziker Feuer und Flamme für einen Fackelzug
21.10.2003 Gemeinde Sonderinfo der Gemeinde !
19.10.2003 Touring Machbarkeitsstudie A98
Juli -- zwischenzeitliche Ergebnisse - weiteres Vorgehen
10.06.2003 CDU intern Aus dem Mitteilungsblatt des CDU Kreisverbandes  Interview mit Herr Beyeler, Landammann Aargau zur A98
03.04.2003 Gemeinde Rückblick der Petitionsübergabe
08.04.2003 Alb Bote Schienen Bypass  Wütz strikter Gegner- gegensätzliche Aussage gegenüber der A98
02.04.2003 Alb Bote Regionalverband zum Thema Fullerfeld
22.03.2003 Alb Bote "unter"  Fullerfeld
20.03.2003 Alb Bote Dann fahren wir durch Waldshut... Pressekonferenz von Landrat Wütz
17.03.2003 Botschaft SP Aare-Rhein  / Unterstützung einer Sektion der SP
15.03.2003 Alb Bote Gegen Fuller Trasse
15.03.2003 Botschaft Leserbrief des Naturschutzbundes - Hände Weg
1.3.-31.3.03 Gemeinde Sonderinfo          Achtung Dateigrösse 450 kb
22.02.2003 Botschaft Information über den Stand der Machbarkeitsstudie
31.01.2003 Alb Bote Alle zehn Minuten ein riesiger Güterzug

 

 

Alle zehn Minuten ein riesiger Güterzug

Schweizer Planer spielen die Bypass-Variante durch. Eine Route führt von Basel bis Bad Säckingen.

Auszug aus dem Bericht:

Der Sprecher der Bürgerinitiative lamentiert über Züge von 1500 Meter Länge im Zehnminutentakt.

...Hoffnung die Pläne abwenden zu können, schöpft die Schwörstadter Bürgerinitiative vor allem durch das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim in Sachen Fluglärm. Die Richter  entschieden nämlich, dass das so genannte Territorialprinzip, eine Vereinbarung der Staaten Deutschland und der Schweiz aus dem Jahre 1996, anzuwenden ist, sprich: jedes Land löst selbst seine Lärm- und Engpassprobleme auf eigenem Territorium. ........

Anmerkung:

Warum sollte diese Regelung nur bei Interessen der Schweiz angewendet werden. Die Frage sei erlaubt, warum die Herren Landräte  nicht mit gutem Beispiel vorangehen und diesen Gerichtsentscheid nicht auch beim Autobahnbau über das Fullerfeld anwenden möchten.?!

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A98 Südtrasse Waldshut

Seit November 2002 laufen Untersuchungen ob die A98 auch grenzüberschreitend über das schweizerische Fullerfeld geführt werden könnte.

Vor der Formulierung eines ersten Zwischenberichtes und seiner Veröffentlichung hat die Projektgruppe am 20.2.03 in Waldshut über die bisherige Arbeit informiert.

Mögliche Varianten vorgestellt

Die grenzüberschreitende Projektgruppe, zusammengesetzt aus Ingenieuren des Regierungspräsidiums Freiburg i. Br. und dem Baudepartement des Kantons Aargau sowie beauftragten Ingenieurbüros, hat den betroffenen Gemeinden und zuständigen Regionalplanungsgruppen beidseits des Rheins mögliche Trassenvarianten vorgestellt. Den Gemeinden und Verbänden wurde dabei Gelegenheit gegeben, vor Fertigstellung des ersten Zwischenberichtes Mitte März zu den bisherigen Ueberlegungen Stellung zu nehmen und Anregungen einzubringen. So viel kann bereits heute gesagt werden: Die Planungsgruppe hat Varianten gefunden, die weiter untersucht werden sollten.

Zweite Untersuchungsphase

an der bisherigen rein bautechnischen Untersuchungen wird sich bis Sommer 2003 eine zweite Untersuchungsphase anschliessen, während der das Schwergewicht auf den Aspekten Umweltschutz, verkehrliche Auswirkungen sowie kosten und Nutzen für beide Seitenliegen wird. Der Untersuchungsauftrag umfasst auch die Prüfung einer Anbindung an das schweizerische Strassennetz im Zusammenhang mit dem bestehenden Rheinübergang Waldshut-Koblenz und die vergleichende Gegenüberstellung der gefundenen Trassenvarianten mit den ausschliesslich über deutsches Hoheitsgebiet verlaufenden Alternativtrassen.

Anmerkung:

Es ist erstaunlich, dass solche Einladungen auf deutscher Seite  erfolgen und die betroffene Gemeinde Full-Reuenthal und deren Bürger nicht einmal konsultiert wird. Es bestand keine Möglichkeit hier auch nur im geringsten sich ein Bild der Situation zu machen. Leider ist uns, als Betroffene bis heute nicht bekannt, wer in diesen Gremien mitmacht und als Ansprechpartner figuriert. Es ist mehr als bedenklich, dass aussenstehende Greminen der Region, Beispiel Zurzach, Döttingen etc. Einsitz haben, aber betroffene Bürger der Gemeinde nicht einmal im Ansatz informiert werden. Es ist klar, dass Politiker ein Interesse an der ausgebauten A98 haben und nach Möglichkeit direkt in die Schweiz führt, schliesslich profitieren einige Firmeninhaber von Fuhrhaltereien und Speditionen enorm vom grenzüberschreitenden Verkehr.

Da darf wohl auch gefragt werden, wie die Regelung mit dem Sonntagsfahrverbot für den Schwerverkehr in der Schweiz, die Abgasnormung etc sich in Einklang mit den Schweizer Normen bringen lässt?

Wie sagte doch der Landrat Wütz so schön mit den Immissionen in Bezug mit dem Fluglärm:

Jedes Land sollte seine Probleme selber und nicht zu Lasten eines anderen Staatsgebietes lösen.

-  Warum sollte hier das Territorialprinzip - Vereinbarung  von Deutschland und der Schweiz aus dem Jahre 1996 nicht auch angewendet werden?

-  Warum wird hier nicht mit offenen Karten gespielt?

-  Warum entsetzen sich die Politiker über den Fluglärm und berufen sich auf Gesetze und rufen Gerichte an...... und begehen auf der Rückseite des Geschehens im stillen Kämmerlein dasselbe Unrecht auf der Gegenseite?

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A98 - Hände Weg

Nicht nur als Einwohnerinnen und Einwohner, sondern auch als Vorstand des Naturschutzvereins Full-Reuenthal sind wir legitimiert, uns gegen dieses brutale Projekt zu wehren. eine vierspurige deutsche Autobahn, allenfalls noch mit Auf- und Abfahrten? Acht bis zehn Meter hohe Dammaufschüttungen von West bis Ost, die uns optisch und gefühlsmässig einkesseln? Zwei Brücken über den Rhein in der Art der Bötzbergautobahn über die Aare? Offenbar haben Planer und politische Promotoren,  die bisher hinter den Kulissen wirkten, mit diesem Gigantismus jedes Augenmass verloren. Auf diese Weise würde das mühsam in ein Gleichgewicht gebrachte Geflecht von Siedlungsraum, Kulturland und naturnahen Flächen in Full zertrümmert, zugeklotzt und beerdigt. Wir versuchen erst gar nicht, vom Naturschutz im Kleinen,  den wir seit elf Jahren aktiv betreiben, zu reden. Es geht  vielmehr um den Lebensraum als Ganzes, der hier in seiner Qualität radikal verschlechtert würde. Das Problem liegt unseres Erachtens nicht nur in unserer deutschen Nachbarschaft, sondern auch bei den schweizer Verfechtern, die sich mit diesem Vorhabenals anbiederer und Zudiener hervortun: Dafür dürfte man sich in Waldshut ins Fäustchen lachen. Wir nehmen den Kampf auf!

T. Riwar - im Namen des Naturschutzvereins Full-Reuenthal

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Gegen Fuller Trasse - Schweizer Nachbargemeinde wehrt sich gegen A98-Pläne

Der kleine Nachbar hat was dagegen, dass das Waldshuter A98 - Problem auf seinem Gebiet gelöst wird!

 

Ennet dem Rhy formiert sich Widerstand gegen die A98. Der Gemeinderat von Waldshuts aargauischer Nachbargemeinde Full-Reuenthal sammelt zusammen mit einem Bürgerkomitee Unterschriften gegen eine Trassenführung der deutschen Hochrheinautobahn über das Fuller  Feld. Die Unterschriftenliste soll Anfang April der Kantonsregierung übergeben werden. Schon 1999 hat sich bei einer Bürgerbefragung 98 Prozent der Einwohner gegen die A98 ausgesprochen.

Der Gemeinderat und das aus 31 Personen bestehende Bürgerkomitee haben zur Information der Bevölkerung eine Sonderinformation herausgegeben, die nicht nur in der am 20. April (?wohl - Februar) den betroffenen Kommunen vorgestellten Trassen der Machbarkeitsstudie vorstellt, sondern auch gleich die Argumentation dagegen enthält und einen Unterschriftenbogen. Nach Ansicht der Initiative sprechen vier Ueberlegungen gegen eine Autobahn über das Fullerfeld:

Im Vergleich der Trassenvarianten auf deutscher und auf schweizerischer Seite kommt der Gemeinderat zu  der Feststellung:

die im Februar vorgestellte Machbarkeitsstudie "Fuller Feld" zeigt vier mögliche Varianten auf:

  1. nördlich der Eisenbahnlinie Koblenz - Laufenburg

  2. genau entlang der Eisenbahnlinie

  3. Tunnelvariante A durch die Fuller Halde

  4. Tunnelvariante B durch die Fuller Halde

bei der früher Gips abgebaut wurde.

Feststellung: Variante 1 geht unmittelbar (50mtr) neben dem Schulhaus und den ersten Wohnhäusern entlang!

Variante zwei bedarf eines riesigen Walls auf ca. 8 Meter Höhe!

wenn wir die heutige Schall Immissionen durch die bestehende Strasse in den Wintermonaten beachten, und sich vorstellt, dass es mit einer Autobahn um das 10 bis 30  Fache höher ausfällt, darf sich jeder an seine Fingern abzählen welche Wohnqualität da noch vorhanden ist.

Jedes Wohnhaus das seine Zimmer nach Süden ausgerichtet hat, kann im Sommer nur noch mit geschlossenen Fenstern seinen Wohnraum nutzen!

Die ehemaligen Gipsstollen sind alle geflutet worden, damit der nötige Gegendruck vorhanden ist, um ein einbrechen zu verhindern. Erdeinbrüche würden für Reuenthal zu einem massiven Problem. wie aber will ein Tunnel gebaut werden, der knapp unter den Gipsstollen hindurchführt, ohne dass ein plötzlicher Wassereinfall zu einer Katastrophe wird? Gedanken und Anregungen sind gerne Willkommen!

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SP Aare-Rhein

Erster politischer Teil einer Partei äussert sich zur Autobahn A98

Die Sektion Aare-Rhein unterstützt voll und ganz die Petition der Gemeinde, die sich gegen eine Führung der geplanten Autobahn A98 über das Fuller Feld wehrt. Sie ist solidarisch mit den Fullerinnen und Fullern, die ihr Dorf und die ländliche Gemeinschaft erhalten wollen. Die SP Aare-Rhein steht ein für die Erhaltung eines wertvollen und schutzwürdigen Landschafts- und Naturraumes im Bereich der Aaremündung. Die vorliegende Varianten einer A98 über das Fuller Feld würde allesamt einen empfindlichen Natur- und Siedlungsraum treffen und zerstören. Realisierte und geplante Renaturierungsmassnahmen in diesem wichtigen Rhein- Aareabschnitt würden zunichte gemacht. Wertvoller Kulturland, das im biologischen Landbau und nach IP-Richtlinien bearbeitet wird, würde entwertet. Die SP Aare-Rhein unterstützt die Gemeinde Full bei der Unterschriftensammlung für ihre Petition.

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Dann fahren wir durch Waldshut

Bevor der Ständerat am Dienstag in Bern den Flugverkehrs- Staatsvertrag ablehnte, war vom SVP Kantonsvertreter Maximilian Reimann aus dem aargauischen Fricktal die Idee in die Diskussion gebracht worden, den leidigen  Fluglärmstreit in einem Paket mit Verkehrsfragen neu zu verhandeln, an denen Deutschland Interesse hat: Fuller Trasse für die Hochrheinautobahn und Lastwagentransit durch die Schweiz.

Eine solche Verknüpfung deutscher Verkehrsinteressen in der Schweiz mit der Flughafenfrage nannte Landrat Bernhard Wütz während seiner Pressekonferenz zum Staatsvertrag  auf eine entsprechende Frage als unzulässig. Falls von Schweizer Seite dieser Versuch tatsächlich gemacht würde, müsste man in Deutschland auf diese Lösungsmöglichkeit verzichten. "Dann brauchen wir das Fullerfeld halt nicht, dann fahren wir eben durch Waldshut durch", so Berhard Wütz.

Anmerkung

Also geht es auch ohne das Fullerfeld, warum dann die "Zwängerei"? Es ist somit eine reine Finanzfrage um mit möglichst wenig Mittel das Ziel der Autobahn zu erreichen! Möglichst billig, heisst auch möglichst wenig Investitionen für Lärmschutz oder gar die Tunnelvariante.......

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"Unter" Fullerfeld

Im Zusammenhang mit der Autobahnplanung im Bereich Waldshut, für die gegenwärtig die von deutscher und schweizerischer Seite gemeinsam finanzierte Machbarkeitsstudie für eine Trasse über das Fullerfeld in Arbeit ist, wartet Waldshut-Tiengens Oberbürgermeister Martin Albers auf den bis zum 30. Juni versprochenen Kostenvergleich mit den bisherigen Trassenplänen auf deutscher Seite. "Dann wird man entscheiden, ob man mit der Planung weiter macht oder die Ueberlegung aufgibt"

Die inzwischen offiziell als "Südumfahrung" von Waldshut bezeichnete Trasse Fuller Feld muss aus Sicht der Stadt Waldshut-Tiengen auf jeden Fall eine Grundvoraussetzung erfüllen. Albers dazu: "Es muss eine Autobahn "unter", nicht "auf" dem Fullerfeld sein." Die Lärmbelästigung, die von einer offen über das Fuller Feld geführten Autobahn ausginge, wäre für Full, aber auch für Waldshut nicht zu verantworten.

Anmerkung

Na da ist ja mal schon ein Eingeständnis, fragt sich nur, warum man dann ausgerechnet zwei "rote" Varianten "über" das Fuller Feld in der Studie berücksichtigt hat? Da fragt man sich aber auch, ob zwei Brücken, ein Tunnel, ein Viadukt immer noch günstiger sind als die direkte Wahl mit einem Tunnel?

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Regionalverband zum Thema Fullerfeld

Die Machbarkeitsstudie für eine A-98 Umfahrung von Waldshut auf dem schweizerischen Fuller Feld ist Thema der öffentlichen Sitzung des Regionalverbandes am 8. April (Beginn 11.00 Uhr) im grossen Saal des Landratamts Waldshut. Seit November arbeitet eine deutsch-schweizerische Projektgruppe an der Untersuchung möglicher Trassenvarianten, die ende Juni abgeschlossen und Klarheit darüber schaffen soll, ob das Projekt überhaupt weiter verfolgt wird. Der Verbandsversammlung wird ein Sachstandsbericht vorgelegt. Dazu gehört auch die kürzlich von OB Martin Albers gemachte Aussage, dass die Stadt Waldshut-Tiengen einer offenen Trassenführung über das Fuller Feld wegen des permanenten Lärmpegels nicht zustimmen würde.

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Schienen Bypass - Wütz strikter Gegner

Waldshuts Landrat Bernhard Wütz will den geplanten Schienenbypass am Hochrhein unter keinen Umständen hinnehmen. Für die Führung von 140 bis 210 französischen Güterzügen über die Hochrheintrasse, wie sie nach den Plänen der schweizerischen, deutschen und französischen Bahn für den Zeitraum zwischen 2012 und 2020 vorgesehen ist, gebe es eine Alternativstrecke westlich von Basel. Der dann noch verbleibende Güterverkehr aus Deutschland könne ohne Schwierigkeiten über Basel abgewickelt werden. Der Schienenbypass am Hochrhein sei in der künftigen Entwicklung des Verkehrs zwischen Frankreich und der Schweiz begründet. Nach dem Verursacherprinzip hätten beide Länder dafür Lösungen auf eigenem Staatsgebiet zu suchen.

Anmerkung:

Wie dem auch sei, lieber Herr Landrat Wütz, warum setzen Sie sich nicht auch in der Sache bei der A98, der Hochrheinautobahn nach dem gleichen Prinzip ein. Warum nicht auch hier die gleiche Linie und Offenheit?  Es dünkt uns "ennet dem Rhein" dass Sie je nach Fall sich wie der Wind verhalten. Mal so - mal so, benutzen Sie ein anderes Ellenmass, ganz nach dem Motto - Was bei meinen Wählern gut ankommt, das benutze ich.

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Rückblick auf Petitionsüberqabe

Die Demo in Aarau anlässlich der Petitionsübergabe vom 03. April 2003 wird in die Geschichte eingehen! Der Gemeinderat spricht allen Teilnehmenden an dieser Stelle seinen Dank aus für die Mitwirkung, für die faire Demonstration unseres Anliegens und für die geschlossene Unterstützung der Behörde durch die Bevölkerung.

Das Ereignis und das Anliegen der Gemeinde Full-Reuenthal ist wie Sie sicherlich selber haben feststellen können, in der Schweizer Medienlandschaft auf ein grosses und weitgehend verständnisvolles Echo gestossen. Der Kampf der Gemeinde Full-Reuenthal gegen die A98 über das Füller Feld wird zumindest von weiten Bevölkerungskreisen unterstützt, was auch die sagenhafte Petition mit 10'216 in dreieinhalb Wochen gesammelten und dem Regierungsrat abgegebenen Unterschriften dokumentiert. Mit der Petition und der grossartigen Demonstration wurde bei den Verantwortlichen im Kanton Aargau ein nicht zu übersehender Pfahl eingeschlagen.

Der Gemeinderat führte im Anschluss an die Demonstration vom 03. April mit Landammann Peter C. Beyeler und Vertretern des Baudepartementes, die sich mit der Frage zur Machbarkeitsstudie A98 auseinandersetzen, eine über 1 Vz stündige Aussprache. An dieser konnte der Gemeinderat seine Bedenken und Ängste zum allfälligen Bau einer A98 über das Füller Feld offen darlegen und mit guten Argumenten an den bisherigen Studienarbeiten kräftig rütteln. Die Aussprache ergab,

dass Landammann Peter C. Beyeler seine Projektverantwortlichen anwies, die Argumentationen der Gemeinde Full-Reuenthal in die Machbarkeitsstudie einfliessen und berücksichtigen zu lassen;

dass der Gemeinderat Full-Reuenthal verstärkt angehört wird;

dass neben der Machbarkeitsstudie A98 über das Füller Feld der Kanton Aargau auch eine Wirtschaftlichkeitsstudie über den allfälligen Nutzen einer A98 über Schweizer Gebiet erstellen lässt, bevor sich der Regierungsrat abschliessend zu einer Linienführung der A98 über das Füller Feld äussert.

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Zuerst eine ganzheitliche Beurteilung und Interessenabwägung

Ein Interview mit dem Leiter des Baudepartements und Landammann des Kantons Aargau Peter C. Beyeler über eine Trassenführung der A 98 über das Fuller Feld

Eine Autobahntrasse über das Fuller Feld wäre bautechnisch machbar. Dies zeigt die Studie, die am 20. Februar in Waldshut vorgestellt wurde. Im Spät­sommer will die Projektgruppe in einer weiteren Untersuchung auch Aspekte des Umweltschutzes, der Verkehrsanbindung und die Kosten der verschiedenen Untervarianten bewerten. Im Rahmen des bevorstehenden Planfeststellungsverfahrens ist es erforderlich, alle Alternativen sorgfältig mit dem gleichen Tiefgang zu prüfen, also auch die Variante „Fuller Feld". Ein wichtiges Entscheidungskriterium wäre auch der Zeitaufwand und das Risiko, da man das Ge­setz des Handelns aus der Hand geben und sich dem Schweizer Bewilligungsverfahren unterwerfen müsste. Zu diesem Problemknäuel führten wir ein Interview mit dem Vorsteher des Baudepartements in Aarau, dem derzeitigen Landammann des Kantons Aargau.

Herr Landammann Beyeler, Für gemeinsame grenzüberschreiten­de Strassenbauprojekte gibt es ja Vorbilder in der Hochrhein-Region. Nun haben aber die Gegner der Fuller-Feld-Trasse bereits einige tausend  Unterschriften  bei Ihnen deponiert. Muss uns das pessimistisch stimmen? Jedem   neuen   Verkehrskonzept muss kritisch begegnet werden, denn es verursacht neben Nutzen auch wesentliche Betastungen auf Mensch und Umwelt. Eine gute verkehrliche Anbindung der Region Zurzach über eine Grenzlandautobahn kann wesentliche Impulse für die wirtschaftliche und volkswirtschaftliche Entwicklung geben, un­abhängig von der Lage der Trasse. Welche Erwartungen an einen Anschluss gerechtfertigt sind und welche nicht, untersucht das Baudepartement des Kantons Aargau gegenwärtig mit einer Analyse des Einflusses der Trassenvarianten  auf die wirtschaftliche und volkswirtschaftliche Entwicklung der Region, dies im Vergleich zwischen den Nord- und Südtrassen der A98. Nur der Nachweis einer nachhaltig positiven Wirkung für die Entwicklung der Region Zurzach könnte eine Linienführung über Schweizer Gebiet rechtferti­gen. Es ist naheliegend, dass für die Gemeinde Full-Reuenthal   als Hauptbetroffene einer Süd­trasse der A98  die Gemeindeverträglichkeit im Vordergrund steht, die auch für den Kanton einen sehr hohen Stellenwert hat. Die Region und die betroffenen Gemeinden werden peri­odisch über den Stand der Machbarkeitsstudie orientiert. In die Erarbeitung der abschliessenden ganzheitlichen Beurteilung werden sie im Rahmen einer Vernehmlassung eingebunden.

Kann eine Ablehnung in einer ein­zelnen Gemeinde ein Projekt mit übergeordneten Vorteilen 20 Fall bringen?

Zuerst müssten in einer ganzheitlichen Beurteilung und Interessenabwägung solche „übergeordneten Vor­teile" nachgewiesen werden können. Dann erst stellen sich die Verfahrens­fragen. Es versteht sich aber von selbst, dass betroffene Personen oder auch eine Gemeinde sich gegen ein späteres Projekt im or­dentlichen Verfahren (Projektauflage) stellen können.

Welches wären überhaupt die Prozessschritte, die auf Schweizer Seite bis zur Baubewilligung eines solchen Vorhabens notwendig wären?

Da es sich bei der A98 um eine Bundesautobahn handelt, wäre eine Unterstellung einer Linien­führung über Schweizer Gebiet unter die Verfah­rensvorschriften  gemäss Nationalstrassenrecht naheliegend. Dazu gehört ein dreistufiges Pro­jektierungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsuntersuchungen in jeder Stufe. Es bestehen dazu heute weder Absprachen noch konkrete Vorstellungen.

Wie ist der Zeitaufwand bis zur Baubewilligung für dieses Vorgeben einzuschätzen?

Die Machbarkeitsstudie ist als Vorphase einer allfälligen späteren Projektierung zu sehen. Die Zeitrechnung würde also erst nach einem Ent­scheid, die Südtrasse weiter zu verfolgen, auf Null gestellt. Zwei Tatsachen sprechen keines­wegs für ein rasches Verfahren: Einerseits dürf­ten auf Jahre hinaus die finanziellen Mittel für die A98 im Raum Waldshut fehlen und anderer­seits geht die Machbarkeitsstudie im Sinne einer undiskutierbaren Planungshypothese von einem künftigen Grenzübergang ohne Grenzformalitäten aus. Auch davon sind wir heute ein gutes Stück entfernt.

Wie viel Zeit würden wir auf deutscher Seite verlieren, wenn es mangels Akzeptanz zu einem Scheitern käme?

 Die Zeit bis zur Inbetriebnahme einer A98 im Raum Waldshut wird wohl weniger durch die Frage der Linienführung beeinflusst als vielmehr durch Finanzierungs- und Verfahrensfragen. Und diesbezüglich weist die Südtrasse über Schweizer Gebiet eindeutig höhere Risiken auf.

Wie schätzen Sie das Risiko ein, dass das Vor­haben am Widerstand der Bevölkerung schei­tern könnte?

Der Widerstand der Fuller und eines Teils der Zurzibieter Bevölkerung ist gross. Die Vorteile einer Grenzlandautobahn auf deutschem oder Schweizer Gebiet mit Anschluss des schweizeri­schen Straßennetzes sind zur Zeit weniger offen­sichtlich als die Nachteile für die unmittelbar be­troffene Bevölkerung, die Rheinufer und die Umwelt im Planungsperimeter. Diese Auslagerung ist gerade Gegenstand der aufgenommenen Stu­die. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Verfahren für eine Linienführung über Schweizer Gebiet aufgrund des Vorteilspotenzials gegenüber der Linienführung auf deutschem Gebiet als zu ris­kant eingeschätzt werden muss, beurteile ich als recht hoch.

 

Reportage von Herr Ulrich Tillessen

 

 

 

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zwischenzeitliche Ereignisse

Gestützt auf die Aussprache des Gemeinderates mit Landammann Peter C. Beyeler vom 03. April 2003 fand am 17. April 2003 mit den aargauischen Vertretern der Projektoberleitung (POL) „Machbarkeitsstudie A98" eine intensive, vierstündige Aussprache statt. Der Gemeinderat konnte an dieser Sitzung noch einmal vertieft seine Argumente gegen das Projekt „Deutsche Autobahn" über das Füller Feld vorbringen. Dabei stellte der Gemernderat fest, dass viele für die Gemeinde kritischen Punkte vom Projektteam zur Ermittlung einer Machbarkeit der Deutschen Autobahn über das Füller Feld nur rudimentär untersucht wurden. Es stellt sich heute vorab ernsthaft die Frage, wie die Machbarkeitsstudie am Schluss zu bewerten ist! Die vom Gemeinderat eingebrachten, zum Teil für die POL neuen Kriterien und Argumente werden nun in der 2. Phase der Machbarkeitsstudie vertiefter untersucht.

 

Petitions- / Aktionskomitee - Weitere Massnahmen

Die Mitglieder des Petitions- und Aktionskomitees wurden an einer Aussprache mit dem Gemeinderat vom 23. April 2003 über die vorstehenden Verhandlungen vororientiert. Gleichzeitig wurden weitere Aktionen der Gemeinde Full-Reuenthal geplant, die wir Ihnen heute gerne vorstellen:

 

1. In der Woche vor den Gippinger Radsporttagen (13. bis 15. Juni 2003) werden im Füller Feld - östlich des Bunkers in Felsenau - „Mai-Tannen" aufgestellt, die die Linienführung und vor allem die Höhe des Dammes visualisieren sollen. Die Tannen werden mit AntiSpruchbändern z.B. „A98 - NEIN DANKE" versehen. Mit der Leitung dieses Projektes wurde der betroffene Landeigentümer Hanspeter Meier beauftragt, dem diverse Landwirte und die Mitglieder des Naturschutzvereines tatkräftig zur Seite beistehen werden.

 

2. Im August (def. Termin wird zu gegebener Zeit noch bekannt gegeben) wird die Bevölkerung zu einer weiteren Aktion eingeladen. Mit Fackeln und Vulkanen soll der Streckenverlauf über das Füller Feld (Variante rot gemäss Planskizze) in einer Nachtaktion symbolisch dargestellt werden.

Zu beiden Aktivitäten wird die Schweizerische Presselandschaft wieder eingeladen, so dass auch gegen aussen die nach wie vor ablehnende Haltung der Gemeinde Full-Reuenthal gegen das Autobahnprojekt über das Füller Feld erkennbar bleibt.

 

Der Gemeinderat wird in der Zwischenzeit versuchen, die Zurzibieter Politikerinnen und Politiker sowie die Vertreter des WirtschaftsforumsZurzibiet davon zu überzeugen, dass die Füller Feld-Varianten der A98 nicht im Interesse des Bezirks Zurzach einerseits, und des Kantons Aargau sowie der Schweiz andererseits sein können. Nachdem rund 10% der Zurzibie-ter-Bevölkerung hinter der Gemeinde Full-Reuenthal stehen (Beteiligung an Petition), sollen nun auch die bürgerlichen Parteiexponnenten im Bezirk Zurzach gewonnen werden, das Projekt A98 - Deutsche Autobahn über das Füller Feld zu bekämpfen.

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Machbarkeitsstudie A98

Die möglichen Trassen der geplanten deutschen Hochrheinautobahn A98 im Raum Waldshut und die Auswirkungen auf die Region Zurzach werden eingehend untersucht. Eine gesamtheitliche Beurteilung des Projekts wird noch in diesem Jahr abgeschlossen und veröffentlicht. Dies teilt der Regierungsrat in seiner Antwort auf einen Vorstoss aus dem Grossen Rat mit.

Mit der langfristigen Planung der Autobahn A98 längs des deutschen Rhein­ufers stellt sich vor allem die Frage nach der optimalen Linienführung bei Waldshut. Zur Diskussion stehen neben den Grundvarianten auf Deutschem Gebiet (Berg-Trasse und Basis-Tunnel) auch Alternativen über das aargauische Füller Feld.

In seiner am Freitag dem Grossen Rat zugestellten Beantwortung einer Interpellation von Thierry Burkart (FDP, Baden) erinnert der Regierungsrat daran, dass eine grenzüberschreitende Projektgruppe an einer vergleichenden Bewertung der verschiedenen Trassevarianten arbeitet. In Absprache mit den direkt betroffenen Gemeinden und dem Planungsverband der Region Zurzach wird gleichzeitig der mögliche Einfluss dieser Varianten auf die wirt­schaftliche Situation und die Zukunftschancen und Risiken der Region analysiert.

Die abschliessende gesamtheitliche Beurteilung wird zeigen, ob ein Südtrasse über Schweizer Gebiet im Vergleich mit den Nordtrasses über Deutsches Gebiet wesentliche Vorteile für die Entwicklung der Region Zurzach und des Kantons mit sich bringt oder lediglich eine Kostenersparnis verspricht. Die Resultate sollen termingemäss anfangs Dezember 2003 vorliegen und anlässlich einer Behördeninformation bekannt

 

 

 

 

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