| 18.03.2003 | Familie Meier-Ulrich, Full | Bio neben der Autobahn |
| 24.03.2003 | Karl Riwar, Full | ein Bauernopfer? |
| 27.03.2003 | Walter Hagenbach, alt Grossrat - Würenlos | Das Gegenteil ist der Fall! |
| 24.04.2005 | Bürgerinitiative Basistunnel statt Bergtrasse | |
Liebe Verwandte und Bekannte
Liebe Kunden und Kundinnen
Wie Ihr vielleicht auch schon gehört habt, möchte Deutschland über das Fuller Feld eine Autobahn bauen, um die Verkehrsprobleme rund um die Stadt Waldshut los zu werden.
Dem Gemeinderat Full wurde eine Machbarkeitsstudie des Kanton Aargau und dem Landkreis Waldshut vorgelegt, die besagt, dass es technisch kein Probleme wäre eine Autobahn bei uns zu bauen. Von Deutschland her kommend über den Rhein, dann über das Fuller Feld und wieder über den Rhein zurück nach Deutschland.
Diese Autobahn würde genau über unsere Biogemüsefelder führen. Das würde bedeuten, dass wir mit dem Biogemüse zusammenpacken könnten und eine neue Existenz aufbauen müssten. Ein unzumutbarer Lärm, Gestank und Abgase würden unseren Lebensraum kaputt machen.
Mit einer Petition wollen nun der Gemeinderat und wir Bewohner/innen von Full am 31.März, anlässlich einer Medienkonferenz, eine Petition hinterlegen mit ganz vielen Unterschriften gegen diese Autobahn.
Und nun unsere Bitte an Euch: Im Anhang findet Ihr eine komplete Information zum Thema, inkl. Unterschriftenbogen. Könntest Du oder Sie bitte den Bogen unterschreiben, ev. noch weiter geben an Bekannte und dann bis spätestens Ende März zurückschicken an den
Gemeinderat
5324 Full
oder an
Fam. Meier- Ulrich
Jüppen 103
5324 Full
Unterschreiben können diese Petition alle in der Schweiz wohnhaften Menschen. Also auch Kinder, Asylbewerber, etc.
Wir danken Euch natürlich ganz ganz herzlich für Euer Engagement, das uns letztlich hilft, unseren Lebens- und Arbeitsraum zu erhalten.
Bei Fragen ruft uns einfach an oder kommt mal vorbei, wir zeigen Euch gerne, wie die Autobahn unseren Betrieb beeinflussen würde.
Einen lieben Gruss mit der grossen Hoffnung, dass alles nicht so weit kommt.....
HP, Susanne, Mira, Moritz
Meier- Ulrich, Full
056 246 22 18
aus der Basler Zeitung vom 21. März 2003
"Döring" (Wirtschaftsminister FDP von Baden Württemberg) erklärte, er werde in Stuttgart ein informelles Treffen zwischen der Landesregierung von Baden Württemberg und dem Zürcher Regierungsrat vorschlagen, und zwar ohne Medien (...!) Döring betonte, angesichts der exzellenten Nachbarschaft der Schweiz und Baden-Württembergs dränge es sich auf, bestehende Probleme einmal offen anzusprechen. Neben dem Fluglärm nannte er ebenso das Endlager für radioaktive Abfälle, das im zürcherischen Benken unmittelbar an die Grenze zu liegen kommen könnte, sowie den Strassenverkehr.
Merken sie etwas? Auch im Aargau gibt es solche "bestehende Probleme unmittelbar an der Grenze"! Soll Full etwa auf dem Schachbrett der internationalen Kuhhandelspolitik das Bauernopfer abgeben?
Unseren deutschen Nachbarn soll vielleicht mit einer vierspurigen Autobahn auf Schweizer Gebiet in Full-Reuenthal entgegengekommen werden. Dass dabei ein Dorf radikal abgetrennt wird, könnte Deutschland kalt lassen, aber nicht die Schweizer Bevölkerung in unserer engeren Region! Wenn aargauische Politiker etwa meinen sollten, den Deutschen für erleidendes Ungemach entgegenkommen zu müssen, dann aber sicher nicht so! Vollends zynisch aber schein mir, wenn uns Einwohnern von Full wirtschaftliche Vorteile bei auf- und Abfahrten zwischen Full und Felsenau vorgegaukelt werden. Wir haben den Plan mit dem "Industriepark Felsenau" nicht vergessen, den eine nachbarliche Gemeindebehörde in den höchsten Tönen angepriesen hatte und der zum Flop wurde, weil diese Herren ganz einfach einem Finanzhochstapler auf den Leim gegangen waren. Unsere opferwilligen lokalen Befürworter, die natürlich nicht in Full wohnen, haben eine Wirtschaftsplanung aus der Mottenkiste der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts geholt, als man noch glaubte, eine Region zu "entwickeln", indem man ihr möglichst viel Verkehr, Gestank und Beton verordnete.
Karl Riwar, Full - Leserbrief aus "Die Botschaft" vom 24.03.03
Die deutsche Autobahn 98 würde von Dogern herüberkommen, um gleich wieder ein Stück vor der Aaremündung in den Waldshuter Stadtteil Schmittenau hinüber zu wechseln. Das Anti-Komitee hat negative Spuren aufgezählt, bei objektiver Beurteilung ist jedoch genau das Gegenteil der Fall: Bestimmt würde dort ein Autobahnanschluss realisiert. Das heisst, solange wir nicht in der EU sind, würde der heutige Koblenzer- und Waldshuter Zoll ins Fullerfeld gezügelt, damit auch die Infrastruktur wie zum Beispiel die Transport- und Logistikbetriebe, Industrie würde sich für Bauland interessieren und sich ansiedeln. Kurz es gäbe, so man will, einen riesigen Entwicklungsschub für das Dorf mit einigen hundert Arbeitsplätzen. Nebenbei bemerkt hätten wir Schweizer gegenüber der schönen Stadt Waldshut etwas gut zu machen, haben wir ihnen doch einen riesigen Kühlturm (unnötigerweise) direkt am Rheinufer vor die Nase gestellt.
Walter Hagenbach, alt Grossrat, Würenlos
Anmerkung des Webmasters
Lieber Herr Hagenbach, alles Gute in Ehren, doch haben Sie einmal die Situation vor Ort genau angesehen und wenn ja, da wäre Ihnen aufgefallen, dass das Dorf Full aus einigen landwirtschaftlichen Betrieben und ansonsten praktisch nur aus Wohnsiedlungen besteht. Der schöne Stadt-Ruheraum Waldshut, wird zu Lasten des Naturraumes Full, erhalten! "Freude herrscht" teilweise 30-50 Meter neben den Wohnhäusern entlang eine Autobahn. Halten Sie sich doch einmal bei den letzten Häuser von Full einige Zeit am Radweg nach Felsenau auf und lauschen sie den heutigen Resonanzen der bisherigen Hauptstrasse Koblenz-Leibstadt mit dem Widerhall wenn der Wald noch kahl ist und multiplizieren sie den heutigen Lärm auf das zehnfache, dann fragen Sie sich, ob Sie bereit wären die heutige Situation gegen eine Zukünftige zu tauschen. Marschieren Sie doch auch zum "Chrüzli" und beobachten das Dorf und betrachten die Häuser, alle Balkone, Sitzplätze etc. sind Richtung Süden ausgerichtet - richtig, Richtung Wunschtraum Autobahn.
Nebenbei, was sind wir den Waldshuter schuldig wegen dem Kühlturm? Fragen Sie doch einmal beim Kraftwerk an, wie viele Deutsche dort Ihre Anstellung haben? Fragen Sie sich doch einmal, wie viel profitiert die Gemeinde Full vom Kernkraftwerk? Und fragen Sie sich welchen Nachteil die Gemeinde durch die Dampffahne abbekommt? Was also sind wir der Stadt Waldshut schuldig?
Als Alt Grossrat, sollten Sie sich sicher noch daran erinnern, dass ursprünglich eine Flusskühlung geplant wurde und wegen Opposition dann auch uns einen Kühlturm vor die Nase gesetzt wurde!
also lieber Herr Hagenbach, machen sie sich für die Tunnellösung durch Waldshut, oder allenfalls für die Brücke - Tunnel - Brückenvariante (Blaue Variante, Fuller Feld) stark und setzen Sie sich dann dafür ein, dass der anrollende Verkehr durch Koblenz / Felsenau auch abfliessen kann und fragen Sie dann die betroffenen Anwohner dieser Gemeinden ob bei Ihnen auch "Freude herrscht"!
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Verantwortliche für die Homepage -gegen Trassenführung der A98- über das Fuller Feld, müßen wir sie auf folgendes hinweisen:
-die Gemeinden Full und Reuenthal lehnten aufgrund der negativen ökologischen Auswirkungen, die Fuller Feld Variante auf´s schärfste ab. Wie vereinbaren Sie es, dass auf der Hauptseite Ihrer Homepage, die Favorisierung der Bergtrasse einen so großen Platz einnimmt? Da Ihnen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sicherlich bekannt sind, werden sie unschwer feststellen können, dass selbst die Planer einen Bergtrassenverlauf aus Umweltgründen für heute nicht mehr machbar erachten. Aber auch bei der Untersuchung Mensch im Mittelpunkt, schloß die Bergtrasse in den Belastungspunkten Lärm- und Abgasemissionen deutlich schlechter ab, als die Basistunneltrasse. Eine Optimierung dieser ist nicht wirklich möglich. Auf einer Länge von 15 km, würde eine intakte Kultur- und Naturlandschaft unwiederbringlich zerstört. Massive negative Auswirkungen hätte es auf die Wohnbevölkerung der Stadteile Eschbacher- und Schmitzingertal von Waldshut sowie die Einwohner sämtlicher Bergdörfer von Albbruck und Waldshut.
Nur eine Basistunneltrasse kann die erforderlichen Schutzkriterien für Mensch und Umwelt erfüllen. Nur sie bringt die dringend notwendige Verkehrsentlastung für Waldshut.
Im Sinne einer objektiven Information, ist es notwendig, wenn von den einzelne Initiativen berichtet wird, ohne dass deren Forderungen unkritisch übernommen werden, bzw. eine Hauptseite belegen.
Gerne können Sie uns zurückmailen bzw. Ihre Stellungnahme zukommen lassen. V.Laule-Schlageter@t-online.de Homepage: www.keine-bergtrasse.de
Die Sprecher der Bürgerinitiative -Basistunneltrasse statt Bergtrasse-
i. A. L. Schlageter
Antwort des Webmasters
Sehr geehrter Herr Schlageter
Wie Sie sicher auf der Homepage gesehen haben, ist die Machbarkeitsstudie veröffentlicht.
Die Gemeinde Full-Reuenthal und hier sei bemerkt, dass ich nicht im Namen der Gemeindeverantwortlichen spreche, sondern ausdrücklich nur meine Meinung aeussere, bekundete grosse Mühe, mit dem Vorgehen und der Planung der Südumfahrung. Die ökologische Seite, wie auch die Wohnqualität hätten enormen Schaden erlitten. Die Autobahn, egal in welcher Form wäre nur rund 100 mtr vor unserer Haustüre vorbei geplant worden. Dass ich damit selber zu einem erklärten Gegner als Hauptbetroffener in Erscheinung getreten bin, sollte eigentlich nur logisch sein.
In der Homepage wird vornehmlich gegen diese Südumfahrung opponiert und mit entsprechenden Einträgen versehen. Dies ist auch der Zweck, damit weitere Kreise entsprechend in Kenntnis gesetzt werden konnten. Andere Interessen sind nicht vorhanden.
Die einzigen Artikel die veröffentlicht wurden, sind von der Gegenpartei die eine Nordumfahrung wünscht.
Diese Beiträge sind mir entsprechend zugestellt und somit veröffentlicht worden um den interessierten Personenkreis (Südumfahrung Nein) in unregelmässigen Abständen zu informieren was sich nun mit der Autobahn und dessen Umfahrung so abspielt.
Wir bemühen uns nicht, aktiv über die weiteren Umfahrungsvarianten etc umfangreich zu dokumentieren.
Vorausgesetzt Sie wünschen dies, werden wir entsprechend Ihre Mail und auch den Link schalten. Weitere Beiträge werden, wenn zugestellt ebenfalls veröffentlicht, sofern Sie nicht gegen unsere Interessen (Südumfahrung Nein) verstossen.
So sind und können sich alle Seiten auch bei uns entsprechend orientieren.
mit freundlichen Grüssen
Ihr Webmaster